Home news
Hotline - Rufen Sie uns an - 0800 202 760
Service-E-Mail - Schreiben Sie uns - service@vpi.at
Devisenumsatz erreicht 4.100.000.000.000 Dollar am Tag
Die Angst um die Währungsunion belastete den Euro und gab dem Dollar Auftrieb. Investoren reagierten verschreckt, was die Handelsvolumina laut einer Schätzung von HSBC deutlich anziehen ließ. Das gilt vor allem für Fernost.
Die Angst vor Staatspleiten hat das tägliche Handelsvolumen am Devisenmarkt deutlich angekurbelt. Die britische Bank HSBC geht davon aus, dass der tägliche Umsatz im April 2010 mehr als 4100 Mrd. Dollar betrug. Laut der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) waren es im April 2007 noch 3200 Mrd. Dollar gewesen.
HSBC-Analyst Mark McDonald nutzte als Grundlage für seine Schätzung die jüngsten Umfragen der New Yorker Federal Reserve und der Bank of England. In ihren halbjährlichen Berichten zum Währungsmarkt - auf die USA und Großbritannien entfallen rund 50 Prozent des gesamten Marktes - kamen sie auf Sicht von drei Jahren bis April 2010 auf ein Wachstum von 30 Prozent. "Daraus schließen wir, dass der Währungsmarkt auf 4100 Mrd. Dollar pro Tag zulegte", schreibt McDonald in einer Kurzanalyse.

Nach Ansicht von Experten ließ die europäische Schuldenkrise die Volumina ansteigen. "Wenn es eine große Nachrichtenlage gibt, wie es mit der Griechenland-Krise der Fall war, dann sind die Anreize für Investoren größer, die Position zu verändern", sagte Paul Robinson, Währungsanalyst bei Barclays Capital. In den ersten Monaten des Jahres war vor allem der Dollar gefragt, der Euro wertete gegenüber dem Greenback um 9,6 Prozent ab.
Die Angst um ein Auseinanderbrechen der Währungsunion kurbelte auch die Umsätze in Fernost an. In Tokio erhöhten sie sich bis April auf Jahressicht um 16 Prozent auf 294,1 Mrd. Dollar, teilte das Tokyo Foreign Exchange Market Committee mit. "Die Sorgen um die Euro-Zone verschärften sich. Das hatte große Auswirkungen auf den Devisenhandel in Tokio", teilte der Interessensverband auf seiner Internetseite mit.

Die Größe des Devisenmarkts zu schätzen ist ein schwieriges Unterfangen. Die Transaktionen finden nicht an der einer Börse, sondern bilateral ("Over the counter") statt. Ein Großteil der Geschäfte wird über das Telefon abgewickelt, auch elektronische Handelsplattformen wie EBS vom Interdealer-Brokerhaus ICAP kommen zum Einsatz.
Als umfassendste Quelle gelten die Statistiken der BIZ. Das Spitzeninstitut der Notenbank befragt die großen Marktteilnehmer und teilt den Devisenhandel in drei Kategorien auf. Dabei wird der Handel unter den Banken, zwischen Banken und anderen Finanzinstituten sowie zwischen Banken und Nicht-Finanzinstituten ausgewiesen. Die BIZ achtet dabei darauf, dass Trades nicht doppelt gezählt werden. Darüber hinaus gibt sie die Volumina für Spot-, Forward- und Swaptransaktionen an. Der nächste Bericht wird Ende August veröffentlicht.
Datum: 2010-07-28 um: 08:20 Autor/Quelle: www.ftd.de
Druckansicht  Druckansicht des angezeigten Artikels
Artikel an E-Mail-Adresse:  
Für die Richtigkeit der Daten kann keine Haftung übernommen werden.
© VPI Vermögensplanung GmbH, VPI Vermögensberatung GmbH contact webmaster, see Impressum
Weitere Details zum World Select TM weitere Details zum World Invest TM